Saturday, 12. july 2008 6 12 /07 /Juli /2008 16:40
Abnehmen - das Thema kehrt immer wieder zurück zu mir
bandwurm


Ich möchte, wie jeder andere auch, einfach mein Leben leben, meine Arbeit machen, Zeit mit meinen Lieben verbringen ...

Stattdessen muss ich zur Kenntnis nehmen, dass es Menschen gibt, die bereit wären einen Bandwurm zu schlucken, nur um abzunehmen.

Gelesen bei amapur.de
Ist das traurig?

Die Bandwurmwerbung habe ich aus dem amapur-blog























                           

Dieses Bild habe ich von Wikipedia aus dem Artikel "Bandwurm".


Oder, ich muss zur Kenntnis nehmen, dass Modelagenturen, nicht wirklich bereit sind, sich auf eine Mindestkonfektionsgröße von 36 für weibliche Models zu verpflichten. Gesehen gestern Abend in den 20 Uhr Nachrichten im Ersten.

Zeit für ein neues Schönheitsideal !

 
von Verena
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Saturday, 12. july 2008 6 12 /07 /Juli /2008 15:26
Diese Überschrift ist böse, böse ...

...denn nach meiner Überzeugung gibt es zwischen der physischen Erscheinung und dem Glückspotential eines Menschen keinen kausalen Zusammenhang.

Demnach sind die folgenden Sätze falsch: 

Schlanke Menschen ...
  • - führen ein erfülltes und glückliches Leben 
  • - erhalten in ihrem Job Anerkennung und eine angemessene Vergütung 
  • - sind intelligent, reflektiert und voll Lebensenergie 
  • - lieben und werden geliebt, sind liebenswürdige Menschen
Diese tiefsitzende Überzeugung, bzw., dieser kollektiven Konsens unserer Gesellschaft wird transportiert durch Werbung und Medien, aber auch durch gutgemeinte Erziehungsversuche. Umgekehrt denken wir insgeheim, oder sogar ganz laut und öffentlich Folgendes über Dicke Menschen: 

Dicke Menschen ...
  • - sind frustriert, einsam und verbittert.
  • - sind erfolglos und dumm.
  • - sind unangenehm und haben keine Freunde.
  • - haben keinen Anspruch auf eine differenzierte, oder gar unbequeme Meinung
  • - sind undiszipliniert, und ekelhaft (sie fressen Nachts den Kühlschrank leer)
  • - sind ungebildet, unsportlich, träge.
  • - sind unsexy und haben auch keinen Anspruch auf ein erfülltes Sexualleben.

    Wenn der Satz "Glückliche Menschen sind schlank" wahr wäre, dann 

  • - hätten wir Dicken keinen Anspruch darauf glücklich zu sein.
  • - wären Schlanke, die nicht glücklich sind, auch nicht in Ordnung, sprich noch nicht schlank genug. Ergo müssten sie noch weiter abnehmen, um endlich glücklich werden zu können. Ich glaube an dieser Stelle kann sich schlanken die Tür zur Magersucht öffnen.
von Verena
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Thursday, 22. may 2008 4 22 /05 /Mai /2008 12:45

Da das Thema Innerer Schweinehund / mangelndes Durchhaltevermögen offensichtlich gerade mein Thema ist, sammle ich hier Tipps, die das Durchhalten bei Diäten oder Rauchstopp erleichtern sollen:

  • - Vermeide Stress
  • - Vermeide Kaffee, er bedeutet für den Körper zusätzlicher Stress
  • - Stelle Dir Situationen vor, in denen Du schwach werden könntest und überlege Dir im Vorfeld eine
       Lösung / Alternative.
  • - Im Zweifelsfall ein Glas Wasser trinken, statt dem Griff zur Zigarette
  • - Oder das Fenster öffnen und durchlüften
  • - Sei stolz auf Dich und auf das was Du bereits geschafft hast.
  • - Lass Dich nicht entmutigen
  • - Erzähle von Deinem Vorhaben nur den Menschen, die Dich darin auch unterstützen werden.
      Für alle anderen bleibt es Dein privates Geheimnis
  • - Erlaube Dir auch mal schwach zu sein, das macht menschlich.
von Verena
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Thursday, 22. may 2008 4 22 /05 /Mai /2008 09:05
Ich habe heute eine sehr nette Mail von einer Freundin bekommen, die mir klarmacht

- ein zufriedenes Leben ist ein wichtiges Ziel
- ich darf mir dafür Zeit nehmen
- ich darf geduldig mit mir sein
- dieses Ziel ist keine Kleinigkeit

Mir das klar zu machen hat auch wieder etwas mit Wertschätzung zu tun.



von Verena
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Wednesday, 21. may 2008 3 21 /05 /Mai /2008 11:24
Wir wissen, dass in den meisten Fällen Übergewicht mit falscher Ernährung und Bewegungsmangel zusammenhängt. So ist es beispielsweise bei mir.
Statistisch erwiesen ist auch, dass Menschen mit einer schlechteren Bildung häufiger zu Übergewicht neigen, als Menschen mit guter Bildung. Zu dieser Gruppe gehöre ich nicht. Meine Bildung ist immerhin so gut, dass ich die Zusammenhänge zwischen Körpergewicht, Wohlbefinden und gesunder Ernährung kenne.

Aber es fällt mir so schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden.

Deshalb stelle ich hier ein paar Tricks zusammen, die mir helfen sollen, meinen inneren Schweinehund zu überwinden:
  • - Nach 4 Wochen wird etwas, was ich regelmässig tue (oder lasse) zur Gewohnheit. Danach fällt die Überwindung z.B. Sport zu treiben nicht mehr so schwer! Das ist doch ein überschaubarer Zeitraum!
  • - Schlechtwetteralternativen fürs Walken finden: In meinem Fall: Eine Workout DVD einwerfen und im Wohnzimmer schwitzen 
  • - ein großes Ziel herunter brechen auf kleine, erreichbare Zwischenziele. So wird die Motivation gestärkt. Dazu muss ich mir nochmal gesondert Gedanken machen.
  • - ein eigenes Belohnungssystem entwickeln: für regelmässigen Sport, was Schickes zum Anziehen, für Nicht-Rauchen eine neue Pflanze für den Balkon oder die Fensterbank....
  • - ein Sporttagebuch führen. Jede Sporteinheit notieren.
  • - Tue das, wozu du Lust hast. Finde für ungesunde Angewohnheiten Alternativen, die viel mehr Spaß machen. z.B. ... darüber muss ich mir noch Gedanken machen. 
von Verena
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Wednesday, 21. may 2008 3 21 /05 /Mai /2008 09:28
Im Folgenden beziehe ich meine Infos aus dem bereits erwähnten Stern Artikel. Dabei geht es mir nicht darum, diesen vollständig wieder zu geben. Vielmehr möchte ich die Infos, die ich gerade spannend finde, so zusammen fügen, dass sie mich hier weiterbringen.


Welche Elemente einer Drogentherapie können mir helfen, meine persönlichen Süchte zu überwinden?

Widerstandskräfte stärken.
Ziel: dem Suchtmittel widerstehen.
In der Drogentherapie kommt die kognitive Verhaltenstherapie zum Einsatz:
  • - Herausfinden, welche Reize den Griff zum Suchtmittel auslösen
  • - Durchbrechen dieser Automatik 
Zitat aus dem Stern (Nr.3/2008 S. 82 f.): "Sobald man spürt, dass sich auch nur der leiseste Gedanke an die Droge bemerkbar macht, ruft man innerlich "Stopp!" und wendet seine Aufmerksamkeit sofort anderen Dingen zu. ... Mit der Zeit keimen die zwanghaften Gedanken an die Droge immer seltener auf."

"Die eigenen Widerstandskräfte zu stärken heißt auch, seinen Bedürfnissen besser nachzukommen. ... Wer sich Strategien aneignet, um in Stresssituationen ruhig Blut zu bewahren, denkt nicht mehr so oft an die Zigarette."

"Der Schlüssel zum Leben ohne Sucht ist, den künstlichen Paradiesen ein farbiges Leben entgegenzusetzen." 

Dieses Thema führe ich in meinem Beitrag Sucht ist entartetes Begehren weiter. Stefan Klein, der Autor des oben zitierten Stern Artikels hat ein spannendes Buch mit dem Titel "Einfach glücklich" veröffentlicht. 

Hier ist nochmal ein Link auf einen Sternartikel mit dem Titel: "Die Sucht nach Essen
Ob Kokain oder Kohlenhydrate - übermäßiges Verlangen nach Essen spielt sich im Gehirn ähnlich ab wie die Sucht nach Drogen."
von Verena
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Wednesday, 21. may 2008 3 21 /05 /Mai /2008 08:59
Ein wichtiges Thema bei der ganzen Geschichte ist sicherlich der Umgang mit dem Thema Sucht. Wenn ich mit dem Rauchen aufhöre, ist es naheliegend, meine Sucht auf ein anderes Thema umzulagern. Also z.B. auf Essen oder Alkohol oder Computerspiele. Damit finde ich nicht aus der Sucht, sondern die Sucht findet in mir nur einen anderen Kanal. Meine Lunge dankt mir den Rauchverzicht, aber meine Gesundheit wird weiter durch zu viel und falsche Nahrung belastet. Oder ich betäube mein Hirn mit stupidem Hocken vor dem Computer.

Sucht hat also etwas mit Betäubung zu tun.
Das Gegenteil von Taubheit ist Vitalität. Sport treiben und lebendige, gute Nahrung essen/genießen hat etwas mit wachen, lebendigen Sinnen zu tun. Deshalb ist es für Menschen, die zur Sucht neigen auch so schwer, sich selbst etwas Gutes zu tun.

Meine Beobachtung ist, dass ich häufig meine eigenen Bedürfnisse übersehe, bzw. falsch interpretiere.
Ich neige z.B. dazu, zu wenig zu trinken. Ich glaube, dass es vorkommt, dass ich meinen Durst als Hunger fehlinterpretiere und etwas esse, obwohl ich eigentlich Durst habe. Wenn ich in der Stadt bin zum Einkaufen, gönne ich mir viel eher zwischendurch ein Brötchen oder einen Schokoriegel, als dass ich mir eine Flasche Wasser kaufe. 
Oder auch das Thema Müdigkeit: Ich brauche relativ viel Schlaf. Ich schätze, dass ca. 8 Stunden Schlaf mein täglicher Bedarf wären. Ich genehmige mir jedoch regelmässig weniger Schlaf. Ich hänge abends vor dem Fernseher und bin so müde, dass ich mich nicht mehr aufraffen kann, ins Bett zu gehen. Stattdessen putsche ich mich mit Zigaretten und Zucker wieder auf.
Bei mir wirken Nikotin und Zucker sehr ähnlich: Sie machen mich wacher, beschleunigen den Herzschlag, verbessern die Konzentration und es fällt mir nach dem Genuss von Zucker oder Nikotin leichter, mich für eine unangenehme Aufgabe zu motivieren.

Ich habe gerade den 1. Stern-Artikel aus der Reihe Wege aus der Sucht gelesen. Das ist das Heft Nr. 3 /2008 (vom Januar, kann man in der Bibliothek ausleihen). Im Web habe ich dazu folgenden Link gefunden. Das ist ein Rauchentwöhnungsprogramm vom Stern.

Muss ich mir mal ansehen. Aber interessanterweise ist das Aufhören mit dem Rauchen für mich gar kein Problem. Zumindest nicht auf der Oberfläche. Der ersten Tage waren ätzend, ok., aber mein viel zentraleres Thema ist der Umgang mit Sucht generell. Und sichtbar wird das Ganze dadurch, dass ich einfach zu dick bin.

Diesem Thema werde ich mich also noch ausführlicher widmen. 
von Verena
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Wednesday, 21. may 2008 3 21 /05 /Mai /2008 08:28
Man sollte meinen, mein Vorhaben sei ganz einfach: Gesünder leben.

Aber ich schaffe es nicht, oder zumindest teilweise nicht. Deshalb möchte ich jetzt etwas mehr ins Detail gehen:

1. Sport
Ich denke 3 x pro Woche Sport treiben wäre eine sinnvolle Maßnahme. Ich habe gelesen, dass nur so eine verbesserte Fitness aufgebaut werden kann.
Ich mache immer Dienstag abends Yoga. Ich nehme mir also vor montags und donnerstags Walken zu gehen. Ich habe jetzt eine gute Strecke gefunden, für die ich im Augenblick 45 Min. benötige. Falls ich mal am Wochenende zusätzlich Sport mache, dann gut, ist aber kein Muss. 
Massnahme: 3 x pro Woche Sport

2. Gesünder Essen
Hier wird es schon schwieriger. Ich muss mich zwingen jeden Tag für mich zu kochen, und zwar gesund und das dann auch zu essen. Mein Problem ist, dass ich Mahlzeiten viel lieber durch Schokolade ersetze. Oder dass ich nach dem Essen Heißhunger auf Schokolade bekomme.
Massnahme: Keine Schokolade einkaufen. Rechtzeitig kochen, damit das Essen fertig ist, wenn ich hungrig bin. Ein leerer Magen ist ein schlechter Koch.

Zweites Problem ist, dass ich zu Hause arbeite, und keine Gelegenheit auslasse, durchs Haus zu laufen und mir was zu essen zu holen. Als ich noch geraucht habe, habe ich dauernd zwischendurch draußen geraucht. Jetzt rauche ich nicht mehr und esse dafür dauernd Schokolade zwischendurch. 
Massnahme: Zeitmanagement verbessern. Klare Aufgaben notieren, so dass ich leichtere und anspruchsvollere Tätigkeiten abwechseln kann.
Ich muss mir tolle Pausenbeschäftigungen aussuchen. (Klavier spielen, Yoga-Übungen, 1 Musikstück hören, Tee kochen, Blumen gießen, ..)

Außerdem muss ich aufhören abends nach dem Abendessen zu essen, oder, auch fatal, Alkohol zu trinken. 
Massnahme: Nach dem Abendbrot Zähne putzen und danach nur noch eine Kanne Tee kochen und den dann trinken.

3. Weniger Schokolade
Ich kann nicht ganz auf Schokolade verzichten. Aber ich muss meinen Verbrauch kontrollieren. Wenn ich ganz auf Schokolade verzichte, dann wird der Heißhunger so groß, dass ich irgendwann aufgebe. 
Massnahme: Zuckerfreie Bonbons/Kaugummi einkaufen. 

4. Weniger Alkohol
Wie gesagt, ich bin abends immer so müde, dass ich dazu neige sehr undiszipliniert zu sein. Außerdem habe ich das Gefühl, mich für den harten Tag belohnen zu müssen. Also: Tee trinken, Abendspaziergang.

5. Abends früher ins Bett gehen
dieser Punkt ist besonders wichtig, wie mir scheint: Denn je müder ich werde, umso wahrscheinlicher ist es, dass ich noch etwas esse oder Alkohol trinke.
Maßnahme: 22.00 Uhr ins Bett gehen, oder früher und noch was lesen (im Bett komme ich gar nicht auf die Idee etw. essen od. trinken zu wollen).
Und: Wenn ich abends heim komme, gleich ins Bad/Bett gehen und keinen Abstecher mehr in die Küche machen!
 
von Verena
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Monday, 19. may 2008 1 19 /05 /Mai /2008 12:25

Ich möchte mein Leben und meine Gewohnheiten so verändern, dass ich satt und zufrieden leben kann.
Dazu gehört für mich:
  • - mehr Sport
  • - gesünders Essen
  • - weniger Schokolade
  • - weniger Alkohol
  • - und wenn wir schon dabei sind: abends früher ins Bett gehen.

So weit also der Anfang. Ich schreibe diesen Blog in der Hoffnung, dass ich Leser finde, die den gleichen Weg vor sich haben wie ich; Und natürlich in der Hoffnung, mich so besser und längerfristig motivieren zu können.

 
von Verena
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