Das Lyrische Ich

Ich habe schon einiges geschrieben über das Thema Abnehmen - und wundere mich, wie ergiebig das Thema ist - jetzt wende ich mich mal dem lyrischen Ich zu:
Ich bin inzwischen 40 Jahre alt und mein BMI liegt bei 23,4. Als ich mit dem Blog startete hatte ich einen BMI von 27,9. Das ist schon cool: Ich habe es geschafft aus der roten "Übergewicht-Zone" zurück in den grünen Bereich des Normalgewichts zu kehren.

Mit Anfang 20 habe ich 52 kg gewogen. Damals habe ich viel Rock 'n Roll getanzt. Mit zunehmendem Alter habe ich dann kontinuierlich zugenommen. Frust, wenig Freizeit, Stress - All das sind Faktoren, die mich immer runder gemacht haben. 

Besonders bedauerlich finde ich jetzt im Nachhinein, dass ich mich eigentlich immer zu dick fand. Vielleicht nicht mit 52 kg (obwohl ich davon träumte unter die 50 zu kommen - damals hätte ich das richtig geil gefunden, hat aber nicht geklappt.) Aber bei jeder anderen Station habe ich mich immer irgendwie unwohl gefühlt, bzw. sogar für mein Körpergewicht geschämt. Wenn ich heute alte Fotos von mir sehe, denke ich: wie schade, ich hätte meinen Körper einfach mal geniessen sollen, wie er war. Ich glaube, da bin ich heute fast cooler als damals. (oder doch nicht? -- Gar nicht so einfach zu sagen)

Meine Ernährung ist wahrscheinlich im Großen und Ganzen gar nicht so übel. Ich sollte wahrscheinlich Fett etwas reduzieren und lernen nach kleineren Portionen mit dem Essen aufzuhören. Ich habe mir in den letzten Jahren mit kleinen Kindern angewöhnt sehr schnell und sehr viel zu essen. Das ist ein Problem.

Ja, das ist wohl der Kern meines Ernährungsproblems:
1. zu große Portionen, zu schnelles Essen
2. Schokolade essen, wenn ich allein bin
3. nach dem Abendessen naschen oder knabbern und ein Gläschen Wein oder Sekt....

Warum muss ich so viel essen? Warum kann ich nicht einfach gesund leben? Ich weiss doch, wie ein gesundes Leben aussieht. 

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